Man schreibt das Jahr 1901. Der legendäre Gunslinger John Bernard Books (John Wayne) kehrt nach vielen Jahren zurück nach Carson City. In der Stadt trifft er alte Freunde und alte Todfeinde. Die Visite bei einem Doktor (James Stewart) bringt Books bittere Gewissheit: Er hat Krebs, und seine Tage sind gezählt. Books mietet sich in der Pension der Witwe Bond Rogers (Lauren Bacall) ein. Herumschnüffelnde Reporter und aufstrebende Revolvermänner lassen ihm aber keine Ruhe und wollen sich einen Namen machen. Der Bruder eines von Books früheren Opfern ist auf Rache aus. Das kommt Books nicht ungelegen, denn er hat nicht vor, an Krebs zu sterben, sondern möchte in seinen Stiefeln abtreten. Mit "Der letzte Scharfschütze" präsentiert Pidax den "Schwanengesang" von Westernlegende John Wayne (1907-1979) erstmals in HD. Der aufrechte Held im Wilden Westen, der für Recht und Ideale eintrat, war auch im wirklichen Leben von einer Krebserkrankung gezeichnet. Fünfzig Jahre nachdem Wayne erstmals vor einer Filmkamera stand, ist Don Siegels Spätwestern aus dem Jahr 1976 eine letzte kritische Auseinandersetzung des Stars mit dem Genre und ein gelungener Abschluss von Waynes Lebenswerk. Neben der Western-Ikone sind mit James Stewart, Richard Boone und Hugh O'Brian weitere Gesichter des klassischen Hollywoods dabei. Zu ihnen gesellt sich Lauren Bacall in ihrem ersten Western. Bei der Präsentation des Films war sich Westernlegende John Wayne aber sicher, dass das Genre nicht tot ist: "Der Western ist unsere Folklore, und die Folklore eines Landes kann nicht vergehen. Es ist wahr, sie haben so viele billige Western gemacht und so viele Sachen für das Fernsehen - aber die sind ja für Kinder -, dass der durchschnittliche Filmemacher denken mag: Jetzt muss er den Cowboy auf die Couch legen und ganz neue Geschichten machen. Aber so lange man einen klassischen Western macht, wird es ein großes Publikum dafür geben. Nicht nur hier." Heute weiß man: Der Scharfschütze hat Recht behalten!