Die fast achtzigjährige Lilly Bessey begibt sich in ihrer auto-biographischen Erzählung auf einen langen Weg zurück in die eigene Vergangenheit, als sie noch Lilly Meister hieß. Sie erinnert sich an ihre Kindheit in einem Dorf in der Ukraine, erzählt vom Leben auf dem Hof, bis die Familie in den dreißiger Jahren enteignet wird und von nun an in bitterer Armut leben muss. Das Schicksal fordert eine Anpassung an die Verhältnisse, und so lernt Lilly nicht nur sehr schnell Russisch in der Schule, sondern trägt auch zum Familienunterhalt bei. Der Glaube und das Singen geben immer wieder Kraft und Hoffnung - selbst dann, wenn der trostlose und harte Alltag die Träume eines jungen Mädchens zu zerstören droht.