Jeder ist weltweit ein Fremder
Unsere Erde ist ein Durchgangsplanet. Die Auseinandersetzung mit dem "Fremden" gehört mit der Geburtsstunde eines jeden Menschen zum Lebensalltag und ist unser steter Begleiter bis hin zur Fremdheit des Todes. Unabhängig von der Frage "wie fremd ein Fremder ist?" müssen wir auch immer wieder feststellen, wie fremd wir uns selber und auch anderen sind.
Es handelt sich hierbei um eine Grunderfahrung des menschlichen Geschlechts, welches in uns Angst und Neugier zugleich auslöst. Welche Ausprägungen diese Ängste und die gleichzeitige "Gier nach Neuem" haben können, erfahren wir nicht nur in der europäischen Geschichte des letzten Jahrhunderts, auch in den Völkerkriegen Afrikas, Asiens, Amerikas und Australiens. Eben praktisch jeder Ort dieser Erde war und ist Zeuge dieser Angst vor dem Fremden und wuchs andererseits mit der "Neu-gier", dem Kennenlernenwollen.
Als Disziplin der Moderne und als Spezialgebiet der Sozialpsychiatrie fokussierte der