Es gibt sie noch, die Spuren der alten Handelsrouten zwischen Nord- und Ostsee, auch wenn der Fortschritt sie überrollt hat. Wir haben sie ,erfahren' mit Rad und Elektro-Rollstuhl: die ,trockene' Salzstraße, auf der einst die Salzkarren von Lüneburg nach Lübeck fuhren, die ,nasse' Salzstraße, wie der Stecknitzkanal genannt wurde; hier erinnern noch Brücken und Schleusen an die Zeit der Stecknitzfahrer, auch den alten Eiderkanal, dessen Reste seine Romantik bewahrten. Ganz anders der dänische Haervej, einer der ältesten Landfernwege zwischen Nord- und Mitteleuropa. Als ,Weg der Krieger' hat er seine blutige Spur hinterlassen. Er war aber auch der ,Weg der Pilger', der Anfang des Jacobsweges nach Santiago de Compostela. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts verliehen ihm die Ochsentriften wirtschaftliche Bedeutung. Wir folgten den Spuren des ,Ochsenweges' von Viborg bis an die Elbe. Eine der Fragen, die sich auf unserer Zeitreise durch die Geschichte stellten, war die Verschiffung der Ochsenherden über die Elbe, die eine große logistische Aufgabe gewesen sein muss. Antwort bekamen wir in Blankenese, von wo es schon seit 1301 eine Fährverbindung über die Elbe gab.