Auch diesmal wieder spricht Christiane Rochefort über Dinge, über die man nicht spricht. Zumindest nicht in Familien, die wissen, was sich gehört, nach außen hin und auch untereinander. Es wäre doch, zum Beispiel, im höchsten Maße unzulässig, wollte die Mutter wahrnehmen, was sich hinter ihrem Rücken ereignet, wenn sich ihr Mann, der Vater der gemeinsamen Tochter, an ebendieser Achtjährigen >vergreift<, nicht etwa in subtiler Form (wenn hier Ironie erlaubt wäre), nicht etwa einmalig und versehentlich, sondern mit einer sich einspielenden Regelmäßigkeit, über die Jahre hin, weil er, der Vater. >das< braucht, während sie, die Mutter, >das< nicht gern hat. Und da der Vater weiß, daß seine Frau, die Mutter, aus dem Fenster spränge, erführe sie, was hier vorgeht, herrscht "das schöne Schweigen".